Ramon
Chormann - unser pälzisch sisch Uffreescher.
"Mal
ehrlich: Den Pfälzer an sich stellen wir uns meist hemdsärmelig,
bequem, modisch schrebergartenkompatibel vor. Denken ihn uns
gern mal im Feinrippteil zur Trainingshose. Kurzum das schiere
Gegenteil von Chormann´s Ramon, diesem waschechten Nordpälzer
Bu aus Bischheim bei Kirchheimbolanden, der im Rahmen seiner
aktuellen Hausmacher Bühnentour im edlen Anzug mit Fliege ins
Rampenlicht tritt. Mag ja sein, dass da bei dem feinen Zwirnträger
dessen jahrelange Ausbildung zum Kirchenmusiker nachwirkt, die
der 1972 geborene Chormann von 1991 bis 2000 (inklusive D- und
C-Prüfung) brav absolvieren mochte, parallel zur nicht minder
mustergültig geleisteten Ausbildung als Verwaltungsfachwirt.
Aus letzterem hat sich dann sogar eine ordentliche Berufsgrundlage
verwirklichen lassen, weil kaum jemand so ohne weiteres vom
Sprüchekloppe oder Schnuudemache verlässlich leben kann. Allerdings
war für Ramon Chormann das Etappenziel erst erreicht, nachdem
er vom Brotberuf zur Berufung umschalten konnte. Das lässt sich
für den frischgebackenen Profi-Kabarettist in nackten Zahlen
ausdrücken - und kann belegt werden mit über zwei Millionen
Fernsehzuschauern, denen de sisch Uffreescher der SWR-Fernsehsitzung
des Mainz-Mombacher Karnevalvereins "Die Bohnebeitel" die Lachmuskeln
dauermassiert. Seit der ARD-Kultsendung "Mainz bleibt Mainz…"
zum Fastnachtsfreitag 2009 ist Chormann rund acht Millionen
TV-Zuschauern in ganz Deutschland ein Begriff. Übung macht den
Meister: Nachdem sich im Frühjahr gut 10 000 Fans fürs Hausmacher-Programm
Tickets sichern mochten, geht der Mundart-Comedian dieser Tage
mit seinen Bühnenfrozzeleien in die Herbst-Verlängerung, gönnt
er den Fans eine neue Chance, seine humoristischen Vorträge,
gepaart mit Klavierspiel und Gesang, live genießen zu können.
Da schwätzt er dann gekonnt über die Tücken des Alltags, beschreibt
den Pfälzer an sich, lässt sich über Gott und die Welt aus.
Mit stets lockeren Sprüchen skizziert Chormann, was ihm den
Tag schon frühmorgens vermiest: "Es gibt ja so Daache, da geht´s
moins schon los mit de Nix-Klapperei. Also, dass gar nix klappt…",
steigt der Mundart-Comedian in schönstem Pfälzisch ins Thema
ein, echauffiert sich darüber, wenn ausgerechnet morgens der
Akku vom Rasierer oder der elektrischen Zahnbürste leer ist.
Und er gibt zu: "Isch steh´ jo des ganze Jahr gern uff - nur
moins net!". Der große Schauspieler Peter Ustinov, der extrem
lustig sein konnte, hat den weisen Satz gesagt: Humor ist die
komische Methode, ernst zu sein. Mit anderen Worten: Wenn jemand
mit Humor an etwas heran geht, ist das ein Versuch, die schweren
Dinge leichter zu machen. Denn wenn sie leichter sind, kann
man sie besser mit sich herumtragen. Andere Kabarettisten haben
als Gegner, an denen sie sich abarbeiten, Politiker oder die
Gesellschaft an sich ausgemacht, bei Chormann ist oftmals das
eigene Ich die Instanz, die gezähmt werden muss. Und das gelingt
bestens, eben weil die ewige Frohnatur Widrigkeiten des Lebens
gern in ein Lachen auflöst."
Horst E. Wegener in "PAVILLON".
Beruflicher
Werdegang (Kommunalverwaltung)
1989
– 1992 Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten
1992
– 2002 Sachbearbeiter Liegenschaften bei der Verbandsgemeinde
Kirchheimbolanden
1996
– 1998 Berufsbegleitende Ausbildung zum Verwaltungsfachwirt
am Kommunalen Studieninstitut Kaiserslautern
2002
– 2006 Abteilungsleiter Soziales, Schulen und Kultur
2000
– 2004 Berufsbegleitendes
Studium zum Dipl. Betriebswirt an der Verwaltungs-
und Wirtschaftsakademie Kaiserslautern
2006
– 2009 Abteilungsleiter der Ordnungs- und Schulverwaltung
Musikalischer Werdegang
Ausbildung
1988 - 1994
Klavierunterricht bei Musiklehrer Karl Vogt, Flomborn
1991
- 1994 Ausbildung zum Kirchenmusiker mit D-Prüfung
1998 - 2000
Ausbildung zum Kirchenmusiker mit C-Prüfung
2000 - 2002
Klavierunterricht bei Dipl. Musiklehrer Joachim Henrich
seit
2005 Musikunterricht
bei Musiklehrer Homer Botez, Kaiserslautern
Chorleitertätigkeit
1992
– 1995 Chorleiter des Chors
der Landjugend Kirchheimbolanden
1995
– 2000 Chorleiter des Männergesangvereins
1863 Ilbesheim e.V.
1998
– 2008 Chorleiter des Männergesangvereins
1877 Ruppertsecken e.V.
2002
– 2004 Chorleiter von „Good
News“ Börrstadt
2006
– 2008 Chorleiter des Männerchors
der Sängervereinigung Winnweiler
2002
– 2008 Musikalischer Leiter
der „Ramonias“
Fastnacht
1992
– 2000 Fastnacht in Bolanden
mit selbst verfassten Büttenreden „Es Ventilche“,
„De Strohwitwer“, IKEA, Viagra
2003
– 2008 Fastnacht bei der
Kibo-Karnevalgesellschaft mit selbst verfassten Büttenreden
„Tupperowend“, „Was ich net vesteh“, „Noobrand“, „Dolle Sprich“,
„Leit wo’s iwwertreiben“seit
2006 - 2010 Fastnacht in
Mainz beim Mombacher Carneval-Verein 1886 e.V.
- Die Bohnebeitel - als
„de Pälzer“ mit Geschichte vun es Zuchtheislers Annemarie und
als Sänger selbst geschriebener Lieder wie „De Jammerlappe“,
„Ei, ei, ei, ei, ei, do geht jo gar nix“, „In de Palz do saat
mer Ouw“, „Ich hab’ jo gar kaon Humor“, „Die Tanja“
2009
Mitwirkung bei der Fernsehsitzung Mainz bleibt Mainz
– wie es singt und lacht als „de Pälzer“
Bühne
2007
– 2008 Tourneen Internationale Deutsche Dialekte mit de Vanessa Backes (Alice
Hoffmann) und em Begge Peder (Peter Beck)
2008
– 2010 Duo „Jetz’ werd’s komisch“ mit em Begge Peder
2008
– 2009 Tourneen Soloabend HAUSMACHER
seit 2009 Duo "Männerchor" mit Harry Bogner (der
Mann der 1000 Stimmen)
2010 Tourneen Soloabend Schnuudemacher
Fernsehen (SWR)
2008
De Pälzer mehrfach bei der Sendung „Spaß aus Mainz“
2009
De Pälzer mehrfach beim „Fröhlichen Weinberg“ in Mainz
(Domplatz), Schloss Engers Neuwied, Rheinland-Pfalz-Tag in Bad
Kreuznach, Gartenschau Bingen sowie bei vielen Studio-Sendungen
2009
De Pälzer in der Sendung „Wir in Rheinland-Pfalz“
2010 De Pälzer Dauergast in der Sendung "SWR auf Tour"mit
Martin Seidler
Rundfunk (SWR 4)
seit
2009 De Pälzer immer montags bei SWR 4 „Do kennt ich
mich moins schun widder uffreesche!“